Reaper.

Im Laufe der Jahre ging einige Software über meinen Rechner, und natürlich hat sich vieles seitdem auch wieder geändert. Trotzallem stellte sich in der Regel schnell raus, ob Aufwand (Lernkurve) und Nutzen in einem vertretbaren Verhältnis standen. Gerade im "bedroom". Und ob es den kreativen Aspekt unterstützte. Reaper von Cockos ist mittlerweile DAS Stück Software dafür.

Auf Wikipedia werden unter dem Stichwort "Musiksoftware" über 25 verschieden Programme gelistet und ich bin mir ziemlich sicher, dass es deutlich mehr gibt.

 

Ich war eine ganze Zeit sehr angetan von "Tracktion 2", deren Idee eines "one-window-desk" wirklich funktionierte und das Arbeiten nicht behinderte. Mackie hat dann "Tracktion 3" gelauncht und - irgendwie war es nicht mehr meins. Und deutlich teurer.

 

Mittlerweile nutze ich "Reaper" von Cockos - und bin zufrieden. Nicht nur, dass es sich gut arbeiten lässt, man muss auch nicht alle Möglichkeiten verstehen. Und nutzen. Es ist superflexibel, hat einen so kleinen Footprint, dass es sogar auf einen USB-Stick passt und ist preiswert.

Im Grunde lässt sich die Testversion uneingeschränkt nutzen, aber es fällt leicht, den relativ kleinen Preis zu zahlen, weil a) die Community drumherum enorm aktiv ist, b) die Entwickler aktiv teilnehmen und c) wirklich auf die Nutzer gehört wird! Da wird auch miteinander diskutiert, eine erstaunlich offene Kommunikation gepflegt und superschnell reagiert.

Umtriebige und interessierte Entwickler

Es kommt fast im Monatstakt ein neues Release oder ein Patch raus, das jeweilige Update funktioniert reibungslos, quasi "on the fly" und birgt auch immer mal die eine oder andere kleine Verbesserung, die wirklich bei der Arbeit hilft. 

 

Achso... Bei der Registrierung wird ein kleines Textfile generiert, welches einmal bei der Aktivierung aufgerufen werden muss. Dies kann irgendwo auf dem Rechner, Netzwerk oder USB-Stick liegen. Und es ist bei Cockos auf der Webseite abrufbar. Einfacher geht es kaum - vor allem, wenn es mal schnell auf einem anderen Rechner (oder beim Neuaufsetzen...) aktiviert werden soll.

 

Was mich immer mal wieder beschäftigt - das "theming" - hat zwar überhaupt nichts mit der Musik zu tun, macht aber enorm Spaß. Es gibt innerhalb der Community ein paar wirklich gute Designer, die Themes für Reaper bauen, die sich jeder instalieren kann. Augenmenschen können sich "ihre" DAW bis in das kleinste Detail anpassen - oder der Stimmung entsprechend mal eben zwischen verschiedenen Themes umschalten: ich finde es gut. Und bastel auch gerne mal rum.

 

Es geht eben nicht immer nur um Technik und Funktionen.

64-bit

Ob MacOS oder eben 64-bit, Reaper gibt es auch dafür. Ich habe mittlerweile Win7 in 64-bit auf meinem Rechner, Reaper läuft problemlos damit - und endlich kann ich mal den Speicher nutzen... Wenn es eines gibt, was hilft, dann viel RAM. Dies ist mit jeder DAW so.

Plugins, VSTs und "der fehlende Kanal-EQ"...

Da man quasi auf einer Oberfläche bleiben kann (der Mixer ist in einem Pop-Up - perfekt für einen zweiten Monitor...) und die hauptsächlichen Parameter der Plugins mit einblendbaren Reglern bedienen kann, lässt es sich recht flott arbeiten. Man muss nur verstehen, das ein Track angelegt, der Eingang bestimmt (Audioeingang, Midi...) und - wenn benötigt - die Effekte eingefügt werden müssen. Fertig. Es lassen sich auch Midi- und Audiodaten auf einen Track legen. Alles kein Problem.

 

Eigene Plugins en masse

In der Tat wirkt Reaper auf den ersten Blick sehr "nackt", aber: es gibt eine Menge "Plugins", also Effekte, die mit Hilfe einer eigenen Scriptsprache programmiert sind (kann jeder ändern, wer Spaß daran hat) und sofort verwendet werden können. Ebenso alle gängigen VSTs: ich habe noch nirgendwo gelesen - oder selber die Erfahrung gemacht - dass ein VST nicht funktioniert.

 

Somit kann zBs. der vermeintlich fehlende EQ - den viele DAWs "out-of-the-box" direkt in der Spur haben - ganz einfach eingefügt und angepasst werden. Der mitgelieferte ReaEQ zum Beispiel ist perfekt anzupassen - mit High- und Lowshelfs, Q-Regler, Frequenzwähler und einfach erweiterbaren Kanälen - und bietet sogar ein äusserst übersichtliches grafisches Interface... Ich liebe das Ding.

 

Wie gesagt, die Community drumherum ist enorm aktiv - da gibt es auf jede Frage eine Antwort oder direkte Hilfe, somit ist das Paket komplett. Im Grunde braucht es nicht mehr viel mehr.

 

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