Black Weed, oder: Kabel, Kabel, Kabel...

Black Weed
Black Weed

Eines ist gewiss: über die Jahre haben sich kiloweise Kabel, Netzteile, Mehrfachbuchsen in jeder Ausführung (für Strom, für Audio, für Midi, für usw.) angesammelt. Zwangsläufig. Egal, was man versucht. Es ist die typische "Black Weed" eines Homerecorders. Es ist auch typisch, dass man nichts wegschmeisst.

 

Und dann: Kabelbinder, Klebebänder, Klammern, Kistchen, Boxen etc. um es in den Griff zu bekommen. Es hat lange gedauert, aber mein Lösungsansatz ist recht simpel:  möglichst wenig Geräte, die mit noch weniger Kabeln auskommen. Eine persönliche Herausforderung.

Natürlich drängt auch die Mitbewohnerin: schwarze "fliegende" Kabel stören den wohnlichen Gesamteindruck.

So habe ich lange gesucht zwischen kompakt wie möglich, aber bespielbar und meinem Workflow entsprechend.

 

Auf der einen Seite ist es ja richtig, dass die Hersteller die nötigen Kabel mitliefern.

 

Netzgeräte und Netzkabel

Aber bei den Netzgeräten herrscht pures Chaos: jede Bauform ist vertreten, jede Kabellänge (zwischen 30cm und 400cm...), jede Steckerform - als Teil des Gehäuses, Massiv- oder Euroform, nach links drehend, nach rechts drehend, die nächste Steckdose teilweise überdeckend (eventuell passt noch ein Eurostecker daneben, aber dieser muss zuerst gesteckt sein...!), gerne aber auch mal so breit, dass eine Steckdose verschenkt wird. Besondere Idee: die "Kaltgerätestecker" - mal mit Kabelführung nach oben, zur Seite als Winkelstecker, mit massivem, harten Kupferkern: egal, was man macht, das Kabel will immer in die Ursprungsform zurück (alle 30cm ein Knick).

 

Könnten sich die Hersteller nicht mal auf ein paar Standards einigen? Und vorher mit den Herstellern von Mehrfachsteckdosen telefonieren?

 

Und dann gibt es noch die Audiokabel Klinke groß, klein,  XLR male/female, Chinch, Midi-Kabel, USB-Kabel (Typ A, Typ B, Typ Mini-B 5-polig, Typ Miniatur-B 4-polig, usw.) mit und ohne Ferritkern... In jeder Länge. Warum Hersteller mal die Länge, mal die andere wählen - who knows?Und: warum nicht einen USB-Steckerstandard?

Selbstversuch

Reduktion auf Nötigste. Harter Schnitt, aber es minimiert auch einige weitere Nachteile, wie zBs. Einstreuungen und Phasenprobleme.

 

  • Daher gibt es keinen Mixer mehr, die Audiokarte muss also entsprechend mehr Eingänge zur Verfügung stellen und diese Aufgabe ausreichend leisten.
  • Keine Mehrfachausgänge (Audio) bei Instrumenten: entweder wird sowieso intern aufgesplittet (USB) und in der DAW gemischt, oder aber der Mix passiert schon vorher im Gerät und kommt entsprechend auf einem Stereobus an - heißt, grundsätzliche Effekte im Gerät müssen stimmen, auch qualitativ funktionieren.

 

Zugegeben, nicht alle Spielereien sind mehr möglich, oder es muss teilweise nochmals - anders gemischt - überspielt werden, aber dies ist dann Teil des finalen Zusammenschnitts und nicht mehr des kreativen "Erfindens" eines Songs. Denn das ist doch das Ziel? Entspricht ein wenig meinem alten "Porta 2"-Kassetten-Workflow, nur auf einem anderen Qualitätslevel.

 

 

 

Jaaa, ich weiß: lasse alles im Rechner und nutze VSTs.  Aber zum einen mag ich die reinen VST-Lösung einfach nicht immer, ich brauche Knöppe, zum anderen ist das Arbeiten am Rechner schon beruflich bedingt - da muss ich nicht auch noch beim jammen auf einen Monitor starren... Und so blöd es klingt: es ist weniger flexibel im Rechner. Oder bietet einfach zuviele Möglichkeiten, die nur ablenken. Je nachdem.

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