Zurück in die Zukunft - die Nierenform: Line6 Pocket Pod

Ein Menge Klänge in einer kleinen Kiste, und auch ein paar Knöppe. Ob über Kopförer oder vor den Recordinginput geschaltet, die Kiste bietet enorm viele Möglichkeiten. Was die Form nun genau soll: keine Ahnung. Leider leidet für mich die Bedienung auf der doch relativ dichtegedrängten Front - irgendwie ist es Gefummel. Und gerade deswegen legt man die Kiste dann doch irgendwo hin - wo sie permanent wegrutscht. Hmm...

Zugegeben: es steckt erstaunlich was drin in der kleinen Niere - die Tests haben schon Recht. Auch die Effekte und Sims (32 Ampmodelle, 16 Cabinetmodelle und 16 Effekte) sind vielfältig und brauchbar. Jede Menge brauchbarer Presets (über 300), aber... 

 

Ich konnte mich nie richtig damit anfreunden. Wie gesagt, fitzelig - Mehrfachbelegungen mit einem zu kleinen Wahlschalter - und - für mich - schlicht "zuviel". Klingt blöd, aber es gibt zuviele Möglichkeiten. Was nützt mir die ganze Palette, wenn ich doch relativ "eng" an meinem Wunschsound bleiben möchte? Kleine Eingriffe genügen mir häufig - und dafür sind die Knöppe zu klein, ein feines Justieren ist kaum möglich. Und die Veränderungen sind teilweise viel zu drastisch. Leider zeigt man hier, was möglich ist - spektakulär, was da an "Klang" reinpasst - aber für mich manchmal zu viel Effekthascherei. 

Auch wenn man sich an die Hörgewohnheiten der iPod-Generation gewöhnt haben mag: es ist mir zu drastisch, zuviel, häufig zu künstlich und überspitzt. Und das Display hilft mir da auch nicht.

 

Es gibt die Möglichkeit, am PC Klänge zu tweaken und zurück zuspeichern, cool, aber nicht mein Ding. Zuviel Aufwand.

 

Wer gerne mal eben üben möchte und handlich verschiedenste Klangvariation braucht: zugreifen. Auch direkt in eine PA oder ins Recordingpult gespielt - brauchbar.

 

Aber mir is dat zuville.

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