Portastudio 2.0 upgrade - ZOOM R24

Gadget hin oder her, habe mein ZOOM R16 eingetauscht... Ob nun einfach Marketing oder tatsächlich Verbesserung, ich fand die Idee ganz gut, Samples und Drums mit an Bord zu haben. Ok, BOSS macht das schon lange, die Idee ist nicht neu... Aber da mir die Idee und Konzept des R16 bis dato wirklich gefallen hat - und es Spaß macht, damit zu arbeiten - waren mir die kleinen Extras willkommen. Ein subjektiver Review...

Habe das Erscheinen des R24 hier schon beschrieben, nun ist es im Gebrauch. Und hinterlässt erst einmal gemischte Gefühle... Die grundsätzlichen Funktionen wie Mixer und Mutlitracker, Audiointerface und Controller sind geblieben - hier ist das R24 genauso vielseitig wie das R16, also wirklich gut - vor allem auch via Batteriestrom. Wobei eben nun 24 Spuren dem Multitracker zur Verfügung stehen, die Eingänge bzw. Aufnahmen können nun flexibler auf die Spuren geswappt werden und es stehen mehr Eingänge mit Phantomstrom (um "aktive" Mikrofone zu bedienen) zur Verfügung - wenn man es braucht. Und weitere Detailänderungen...

Bedienung

Aber das Bedienkonzept ist - wenn es um Samples und Drums geht - sehr gewöhnungsbedürftig... Ich habe es noch nicht ganz durchdrungen, intuitiv ist es weiß Gott nicht! Das Display ist nun zwar grafisch aber schlicht zu schmal. Viele Bezeichnungen sind gekürzt - und häufig unverständlich. Aber es stellt Aufnahmen als WAV dar, so können grundsätzliche Bearbeitungen vorgenommen werden.

 

Auch ist es eine ganz schöne Klickerei, will man etwas editieren, gerade auch beim Stepsequenzer. Was ich überhaupt nicht verstehe ist, warum man das Scrollrad nicht sinnvoller eingebunden hat: mal ist es zur Auswahl von Menüeinträgen anwendbar, dann wieder nicht - und dies auch noch unterschiedlich, je nachdem, auf welcher Menüebene man sich befindet. Ein durchgängiges Bedienkonzept sieht anders aus!

 

Ach ja - die Samples und Drumspuren... Es ist schon sehr schön, ein "drumifiziertes", editierbares Metronom zu haben - aber jede Drumspur nimmt sich zwei Spuren (Stereo), ebenso die Samples. Da sind die 24 Spuren recht schnell belegt. Ich bin noch nicht wirklich an die Grenzen gekommen - das R24 ist eher "Notizblock" für mich, denn eine Produziermaschine - aber es relativiert der 24 Spurenfülle.

 

Es gibt - im Vergleich zum R16 - mehr Knöpfchen, die in einigen Teilen (Gott sei Dank!) nicht vielfach belegt sind und somit recht schnell gelernt werden. Aber fitzelig sind sie schon...

Effekte und so...

Es gibt Änderungen, bzw. Erweiterungen, aber ich habe sie noch nicht alle durchprobiert. Leider haben sich aber teilweise die Bezeichnungen geändert - so sie den in der gekürzten Version überhaupt lesbar sind - und nicht mehr mit denen im R16 übereinstimmen. Also mal wieder eine Lernkurve mehr...

 

Aber an sich sind sie vollkommen ok und lassen sich nun auch, wie ich finde, besser, bzw. schneller editieren, da hier eine tatsächliche Verbesserung im Konzept stattgefunden hat. Hier kommt das neue Display der Arbeit entgegen. Aber, wie gesagt, das Scrollrad könnte man besser einsetzen.

R24... an und für sich

Für diejenigen, die den R16 nicht kennen, ist der R24 ein cooles Teil: die Stärken des R16 sind nach wie vor vorhanden (Multitracker, Mixer, Audiointerface und Controller; USB-basierter Austausch von Dateien über Sticks, etc.), zusätzlich gibt es nun Sampling und Drums. Einen Stick mit vielen Loops und WAVs gibt es obendrauf (eingespielte Drums etc.) - aber intuitiv ist das Teil an vielen Stellen nicht.

 

Wer also mit einem Metronom leben kann, oder seine Drums am Rechner erstellt und einfach rüberkopiert, der braucht nicht unbedingt den R24, vor allem, da der Preis eines gebrauchten R16 (zZt. ~ 250€)  im Vergleich zum neuen R24 (~ 500 €) deutlich ausfällt. Da keine groß beanspruchten mechanischen Teile vorhanden sind, kann man beim Gebrauchtkauf wohl auch nicht viel falsch machen.

 

24 Spuren klingen viel, sind aber relativ, wenn Samples und Drums mit eingeplant werden - und lassen sich am Ende am Computer a) besser verwalten und b) unterliegen dort keiner Beschränkung. Ich glaube kaum, dass sich jemand die Mühe macht, ganze Produktionen auf dem R24 zu erstellen - das ist dann doch zu mühselig... Und, für alle, die ihre Band mitschneiden: es gibt nach wie vor "nur" 8 Spuren, die gleichzeitig aufgenommen werden, was ja schon cool ist (im Gegensatz zu "alten" Zeiten), aber da ist im zweiten Schritt der Unterschied von insgesamt 24 zu 16 Spuren eher... Spielerei?

 

Erinnert mich ein wenig an den Pixelwahn bei digitalen Kameras. Haben uns 16 Megapixel deutlich weitergebracht? Oder reichen nicht auch 5 Megapixel, dann aber auch gut?

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Kommentare: 6
  • #1

    phoenix (Mittwoch, 13 Oktober 2010 23:41)

    Sehr schöne Beschreibung! So wie die anderen kleinen Geschichten dieser Seite! :-)
    Wir (Tired World) sehen die Sache mit dem Musik "machen" übrigens genauso ! ;-)

  • #2

    Robert (Donnerstag, 30 Dezember 2010 00:17)

    Danke für diese gelungene Beschreibung! Wir werden uns dieser Tage einen R16 zulegen, denn der genügt dann ja wohl ...
    Wir machen übrigens FREIE Musik, die ähnlich (Debian) Linux zu verstehen ist und weiterkopiert werden darf. Siehe:
    http://www.neppstar.net/cms_neppstar/html/modules.php?op=modload&name=Downloads&file=index&req=viewdownload&cid=1&orderby=dateD

    Guten Rutsch
    Robert

  • #3

    Mitch (Donnerstag, 06 Oktober 2011 00:25)

    Gelungener Beitrag.
    Ist die Verwendung als Looper aucuh so verschachtelt oder kann man den r24 auch vollwertig als Looper benutzen?

  • #4

    Alex (Freitag, 13 Januar 2012 10:48)

    cool danke für den Artikel. Jetzt bin ich mir sicher, ich werde mir einen gebrauchten R-16 zulegen :)

  • #5

    Floyd Groener (Montag, 16 Januar 2012 11:22)

    Hallo Alex,
    leider habe ich mein R16 schon lange losgeschlagen... In der Tat nutze ich die meisten Neuerungen im R24 gar nicht, hätte also auch beim R16 bleiben können. Mir ist so für "zwischendurch" die Lernkurve zu groß, also bleiben die Patterns in der Regel aussen vor. Ich spiele meistens nur die Gitarre ein und exportiere die WAVs dann auf den Rechner.

  • #6

    Phil (Montag, 06 April 2015 10:25)

    Also, ich komme aus der Benutzung eines R8, und wenn ich deine vergleiche zwischen dem 16 und dem 24 lese, merke ich, dass der r8 eher ein kleiner 24er ist, und ich niemals ein 16 kaufen könnte, da ich die sequencer Funktion als unheimlich wichtig erachte: ein Takt einspielen, 32 draus machen, das ist schon was unentbehrliches geworden. auch die drum Geschichten find ich schon recht brauchbar. Nach einigem rum einspielen sind auch die etwas sperrigen Schritte drin, das zur nicht intuitiven Bedienung. Ich benutze übrigens keinen Computer für meine Aufnahmen, und gerade das ist für mich die Stärke dieser Geräte! Aber acht Spuren sind schnell zu wenig... Also wird es für mich heissen: sparen sparen sparen! Und dann auf jeden Fall den r24 kaufen.

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