MOTU Microbook - klein, fein.

Wenn auch mein ZOOM R24 als Interface gut funktioniert, es braucht dann doch häufig zuviel Platz. Um es also größentechnisch auf die "Spitze" zu treiben, steht jetzt meist das MOTU Microbook neben dem Keyboard - äusserst kompakt, mit 4 Eingängen (2 Line, Mic und Gitarre) aber - entgegen meiner eigentlichen Einstellung - ohne Knöppe.

Äusserlich reduziert, bietet das Teil einen hervorragenden Klang. Und hat neben fast latenzfreien Treibern hilfreiche (Software-)Beigaben. ZBs. einen onboard DSP, der latenzfrei EQ und Kompressor bietet.

Name und Aussehen des Microbook kommt sicher nicht von ungefähr, würde es doch gut als Appleprodukt durchgehen. Klein, mit abgerundeten Ecken und aus Aluminium - stylisch.

 

Das Ganze ist aber ein professionelles Audiointerface - und doch konsequent reduziert auf das wesentliche. Und erweitert um das zeitlich unvermeindliche - so gibt es auch Miniklinken für Ein- und Ausgang. Und für den Kopfhörerausgang... Kaum zu glauben: es funktioniert trotzdem.

Da es mir egal ist, was nun "Pro-Equipment" auszeichnet, kann ich auch mit den fehlenden XLR-Anschlüssen leben, ein entsprechender (stabiler) Adapter liegt bei und macht auch Phantompower möglich. Den bietet die Kiste nämlich auch. Und, wie gesagt: sie klingt trotzdem hervorragend. Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole...

Wo sind die Regler?

Tja, keine Knöppe... Aber Hand aufs Herz - wer dreht denn schon ständing am Gain? Einmal eingestellt, bleibt es doch erstmal dabei? Dann ist auch das Levelmeter nur Spielerei und wird - einmal sauber gepegelt - entsprechend in der DAW dargestellt. Kurz: es gibt die mitgelieferte CueMix FX-Software, die all dies - und noch mehr - darstellt. Das "mehr" bietet dann aber auch noch Funktionen, die a) nicht erwartet und b) selbst "größere" (oder teurere) Interfaces in den Schatten stellt.

Eingang

Auf der Vorderseite gibt es zwei Klinken, einmal fürs Mikro, einer für Gitarre (High-Z oder hochohmig). Und 'ne LED für den Status. Und eben die Miniklinke für den Kopfhörer.

 

Auf der Rückseite gibt es zwei weitere Klinken-Eingänge für Line-Signale und ein Stereo-Miniklinken-Eingang, der - entweder/oder - zu den erwähnten Klinken-Eingängen benutzt werden kann. Damit können also insgesamt 4 Eingänge gleichzeitig genutzt werden. Das ist genau mein Setup: weniger um gleichzeitig 4 Signale aufzunehmen, sondern nicht ständig umstecken zu müssen. So kann das Korg M50 über Line in (hat nur ein Stereopaar, reicht mir aber, siehe beim Artikel über das M50) fest verdrahtet bleiben und Mikro und Gitarre ebenso.

Ausgang

Ebenfalls rückseitig platziert sind die Ausgänge: 2 Klinkenanschlüsse (Main out) sowie ein Stereo-Miniklinken-Ausgang, der - anders als bei den Eingängen - zusätzlich genutzt werden kann. Raus geht das Signal auch übder einen S/PDIF-Ausgang - wobei hier allerdings immer das gleiche Signal wie am Main out anliegt. Und der USB-Anschluss für die Verbindung mit dem Computer, über den das Gerät auch mit Strom versorgt wird.

Midi ist nicht, brauche ich aber auch nicht.

Übrigens: alle "outs" können durch die Software individuell geregelt werden, teilweise auch mit verschiedenen, speicherbaren Mixes versehen. Und Effekten (EQ, Kompressor).

Digitales

Es wird 24-Bit Auflösung maximal unterstützt, als Samplingrates stehen 44,1 und 48 kHz zur Verfügung. Also keine 96 kHz - ich kann damit leben, ich denke, ein großer Teil der Homerecorder auch...?

CueMix

Wie gesagt, es gibt keine Knöppe, es müssen also alle Einstellungen softwareseitig vorgenommen werden. Dies macht die mitgelieferte CueMix FX-Software. 

 

In CueMix FX wird klar, was das Microbook eigentlich alles noch kann. Da wäre der eingebaute DSP. Damit können sowohl bis zu 5 verschiedene Stereo-Mixe gleichzeitig verwaltet, als auch auf jeden Ein- und Ausgang ein EQ und ein Kompressor angewendet werden. Latenzfrei!

 

Der EQ umfasst einen 7-Band-EQ, bestehend aus 5 vollparametrischen Bändern sowie einem High- und einem Low Pass. Als Shelving-Filter bei High- und Low Pass kann die Flankensteilheit zwischen 6 und 36 dB/Okatve gewählt werden - also hoch- und niederfrequenter crap kann gleich draußen bleiben.

 

Der Kompressor bietet normale Hausmannskost, kann sogar als Limiter verwendet werden (meine Haupteinstellung) - aber: er ist digital, kann also keine Clippings verhindern.... Da macht meine Röhrenvorstufe dann eine bessere Figur bei Mikro und/oder Gitarre.

 

Zusätzlich können zwei Signale noch durch ein Set von Analyse-Tools gejagt werden: eine Echtzeit-FFT-Anzeige, ein Spektrogramm, ein „X-Y-Plot“ zur Anzeige des Stereobildes, ein Phasen-Analyse-Fenster und ein Oszilloskop. Habe es noch nicht probiert, aber mal sehen.

 

Gefällt mir...

Klein. Handlich. Gut.

 

Echt, der Klang ist Spitze und die Wandler lösen sauber auf - mir persönlich gefällt der Klang besser als die Wandler des ZOOM R24. Das Teil ist wirklich "minimini" und verschwindet zwischen meinen paar Geräten. Da dies ja eines meiner Ziele ist - kompakt, aber ohne Kompromisse - ein optimales Interface.

 

Wenn ich auch die Mausschubserei nicht wirklich mag, nach einigen wenigen Grundeinstellungen brauche ich die Software kaum noch während ich aufnehme - und nutze die speicherbaren Presets entsprechend.

 

Cool.

Nachtrag, oder: das ist dann mal blöd...

Kleiner Nachtrag: leider hat sich das Microbook verabschiedet... Nach einer Woche war Schluß mit lustig und das Ding funktionierte nicht mehr. Wenn auch das Fehlerbild eindeutig schien - zu wenig Strom am Anschluss - es funktionierte ja bis dato. Nun nicht mal mehr mit einem extern versorgten USB-Hub, noch an einem anderen Rechner. Alles neu installiert, Support kontaktiert (wissen auch nichts...). Thomann hat es dann anstandslos umgetauscht. Problem war wohl das Microbook selbst - leider weiß ich nicht, was damit war. Ich habe sofort ein neues Exemplar bekommen - noch mal vielen Dank an Thomann.de!

 

 

Aber bitte beachten: das Ding braucht seinen eigenen USB-Anschluss mit ausreichend Stromversorgung. 

 

Das Problem ist bekannt und es gibt auch eine FAQ dazu auf den Seiten von MOTU - die machen es sich zwar sehr einfach (...kauf einen extern versorgten Hub) - es scheint ein weitverbreitetes Problem zu sein.

 

Ganz ehrlich: ich kaufe mir doch nicht so ein kleines handliches Teil, um es dann wieder an ein Netzteil zu hängen....?

 

 

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