Fishman Powerbridge in der Telecaster - mehr "Twang" im Klang, hahah...

Habe der Fender JA 90 nun noch eine Fishman Powerbridge verpasst: für den "shiny twang". In der Powerbridge werkeln Piezoabnehmer, es lässt sich der klare Klang einer Akustikgitarre dazumischen... Und des besseren Handling wegen hat die Fender nun einen Stereoausgang. Heißt die Seymour Duncans arbeiten wie gehabt und werden über den einen Kanal ausgegeben, der Fishman gibt sein Signal über den anderen Kanal ab. Mischung und Klangeinstellungen werden am Mixer/ Verstärker vorgnommen.

Wenn auch Hersteller und viele andere in diversen Foren vom Selbstbau abraten, es ist nun nicht wirklich so schwer, die Bridge auszutauschen - vorausgesetzt: man besitzt nicht zwei linke Hände - und etwas Glück (siehe unten). Aber welcher Gitarrenspieler würde dann überhaupt 'nen geraden Ton rausbekommen...?

 

Die einzige Überwindung kostet die Bohrung für das Signalkabel - da muss man durch. Leider gibt es keine Möglichkeit, eine der vorhandenen Bohrungen zu nutzen.

 

Einbau... Brückenträger

Aber von vorne: die Bridge kommt mit angelötetem Kabel und Trägern, die im Korpus verankert werden sollen, bzw. die vorhandenen ersetzen sollen. Eine entsprechende Bohrschablone liegt bei. Gott sei Dank sind aber die "alten" verbauten Träger gleich, oder fast. Jedenfalls war ich heilfroh, die alten Träger nicht rausdengeln zu müssen, dass hätte ich mich dann doch nicht so ohne weiteres getraut.

Setzt man die Brücke wirklich gerade auf, so lässt sich sich mit etwas sanfter Gewalt auf die Trägerstifte drücken - diese scheinen einen Tick dicker als die mitgelieferten zu sein. Nach einigem Hin und Her wird es gängiger, Druck der Saiten und Einstellschrauben tun ihr übriges. Beim Feinjustieren der Saitenhöhe empfiehlt es sich am Anfang, an beiden Rändelschrauben gleichzeitig zu drehen, um die Brücke nicht zu verkanten. Mit der Zeit funktioniert es dann wie mit der Originalbrücke.

Einbau... Kabel

Schwarze und weiße Linien sind nur zur Veranschaulichung der Potibox und des Kabelverlaufs! Ich habe nicht auf der Klampfe rumgemalt...
Schwarze und weiße Linien sind nur zur Veranschaulichung der Potibox und des Kabelverlaufs! Ich habe nicht auf der Klampfe rumgemalt...

Zum einen muss die Bohrung schräg angesetzt werden, und zwar genau so, dass sie innerhalb der ausgefrästen "Potibox" ankommt. Ich habe das Loch recht nahe an dem einen Träger angesetzt, auf dieser Höhe ist das Kabel auch am Abnehmer angelötet - und damit quasi unsichtbar, denn es verschwindet direkt unterhalb in der Bohrung. 

Das Problem ist, das normale Bohrer umso kürzer sind, je dünner... heißt, da für das Kabel ein 3er Bohrer reicht, komme ich - schräg gebohrt - nicht bis in die Potibox... gute 6 Zentimeter sind da schon zu überbrücken.

 

Die Rettung: Torxschrauber

 

Nach langem Suchen habe ich dann in meinem Satz Torxschraubenzieher einen schmalen (T3) gefunden, der aber einen recht langen Schaft aufweist und mit diesem das Loch entsprechend mit der Hand gebohrt,. Das Holz ist recht weich und es funktionierte wunderbar.

 

Jetzt fehlte nur noch der Austausch der Gitarrenbuchse, denn ich wollte das Signal ja mit dem Signal der normalen Abnehmer als Stereosignal ausgeben. 

Es gibt zwar auch die Möglichkeit mit einem entsprechendem "Powerchip" (von Fishman) eine aktive Elektronik für einen "Monomix" zu installieren, mit zusätzlichem Schalter und/oder Poti, aber genau diese Veränderung wollte ich nicht haben.

 

Also Stereo, dann kann der "Akustiksound" in einem entsprechenden Kanal/ Verstärker als solcher auch abgemischt werden.

Preamp oder pur?

Ich habe gelesen, dass Pete Townshend an seiner Strat auch eine Fishman Bridge verwendet, aber zusätzlich einen "Aufholverstärker" - einen EMG Preamp - in seiner Gitarre verwendet, um die Signallevel anzugleichen. Dies bedeutet aber auch, dass zusätzlich eine Batterie, eventuell Schalter und Poti eingebaut werden müssten - nope, nicht mein Ding. Die Powerbridge liefert eigentlich genug Signal, welches selbst bei etwas höherer Gaineinstellung am Mixer recht rauscharm weiterverarbeitet werden kann. 

 

Sollte ich je das Ganze mal live nutzen wollen, dann kommt eben ein Preamp-Fußpedal vor einen weiteren Amp, der dann nur das akustische Signal bearbeitet. In meinem Mixerbetrieb im Studio funktioniert es auch so hervorragend.

Klang

Perfekt! Es ist natürlich nicht der reine Akustikklang, aber wie ist der schon bei abgenommenen Gitarren? Für mich ist es der perfekte Akustikklang... Piezos sind Piezos, sie machen den Klang häufig flach und spitz, egal wo. In meiner Line6 Variax ist der Klang spitzer und dünner - hier in der Fender klingt es recht satt und nicht zu bissig. Genauso soll es sein! Ich denke, dass die Fender durch ihren "Semi-Akustik"-Ansatz ganz klar einen Vorteil gegenüber der Line6 hat, gerade auch das Sustain ist toll. 

 

In der Mischung mit dem sowieso recht cleanen Grundklang der JA 90 - mit aber eben der "Fülle" der Seymours - lassen sich schöne Sounds bauen. Ich bin jedenfalls begeistert.

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