C für... clean, crunch, cool? Yamaha THR10C, noch eine Brotdose für die Gitarre.

Wer die ganz harten Sounds nicht braucht, wird nun noch besser von Yamaha bedient. Nachdem der THR10 das klangliche Rundumpaket bietet - die Mutter aller THRs sozusagen - ist der THR10C der Spezialist für reine und angeraute Klänge. Daneben bleiben Bass, Acoustic und Flat bestehen, was auch den 10C als Allzweckgerät definiert. Wenn ich auch Modebegriffe wie "Vintagesound" und "Boutiquesound" nicht mag: dieser 10C klingt nach perfektem Bluesamp. War ich schon begeistert vom ersten 10er, so ist der 10C quasi für mich maßgeschneidert - weg von der "Alles-in-einem" hin zu ... cooool.

Amp(tliche) Sounds

Bei diesem Modell gibt es wieder fünf Ampsimulationen (plus Bass, Flat und Akustikkanal), spezifische Klangeinstellungen und acht Effekte - diesmal aber eben optimiert auf die genannte Soundpalette, nämlich als "Röhrenamp-Simulations-Spezialist".

 

Die fünf hauptsächlichen Amps - Mini, Brit Blues, US Blues, Class A und Deluxeemulieren eben die sogenannten "Vintagesounds" mit den zwei bluesigen Spezialisten, den British and American blues Amps. Diese klingen superclean, wenn leise gespielt und kriegen eine nette Färbung, wenn es etwas härter zur Sache geht. Nicht wirklich crunchy verzerrt, da fehlt dann etwas das hohe Klangsprektrum, aber sägend genug, um im richtigen Kontext zu passen. Interessanterweise klingen diese Amps über die eingebauten Lautsprecher noch besser als über Kopfhörer oder USB-Out. Deswegen habe ich angefangen, diese auch mal per Mikrofon direkt abzunehmen.

Effekte

Für mich klingen auch hier die Effekte wieder, wie auch im "Ur-THR", superb - sie profitieren enorm von der Stereodarstellung, gerade besonders auch das Reverb. Die Effekte sind sofort passend (gut, manchmal mit Hilfe eines Feintunings des optionalen Editors) und  ich nehme sie in der Regel direkt auf. Kein Gefummel mehr in der DAW... Für mich passt das - allein der Klang des genannten Reverbs ist bei manchen VST-Herstellern erst ab dem Preis des ganzen THR erreichbar. Und das ist dann nur ein Stück Software...

 

Yamaha hat dem 10C als Delay diesmal ein "Tape Delay" spendiert, um hier den "Vintagecharakter" zu unterstützen - leider fällt dieses aber gegen die klanglichen Qualitäten der anderen Effekte ab - es klingt nicht wirklich. Oder ok, es klingt wie ein altes Tape Delay... Vielleicht Geschmackssache? Mir ist der Effekt zu schwach.

Wann ist eine Röhre eine Röhre?

Hat Yamaha mit den THRs den heiligen Gral der digitalen Simulation gefunden - und den Verstärker schlechthin gebaut, der sogar die echte Röhre überflüssig macht?

 

Ganz ehrlich, digitale Simulationen sind nie hunderprozentig und bilden nie den einen Sound ab, aber selbst eine Röhre klingt nicht wie die andere... Und jeder Nachbildung eines bestimmten Verstärkertyp fehlt der direkte Vergleich mit dem Original. Am Ende gilt doch nicht die genaue Nachbildung eines Klanges, sondern ob der gerade gefundene Klang in den einen Song passt, und zwar genau dort. Die Wahrscheinlichkeit, mit den THRs diesen zu finden ist hoch, sehr hoch. Jedenfalls "stört" kein Klang oder klingt zu künstlich.

 

Yamahas Technologie lässt einen schnell vergessen, dass man rein simuliert unterwegs ist - und dann findet man auch seinen Sound. Übrigens: ohne irgendeine merkliche Latenz - und das ist fürs Spielgefühl enorm.

Fazit

Nachdem ich mit dem THR10 begonnen habe, mir den THR5A für die Akustikgitarre zugelegt habe und nun den THR10C für mich entdeckt habe, bin ich vom technischen Konzept von Yamaha wirklich angetan. Es mag in einzelnen Fällen Spezialisten geben, die noch näher an ein Original kommen mögen, aber es ist die Breite des gebotenen - dass ist schon besonders. Und es klingt!

 

Kurz: perfekt! Nur ein richtiger Line-Out wäre wirklich noch nötig.

 

Achja: Liebe Yamahas - bringt Euren Editor doch auch als iPad-App raus, dann wäre es wirklich rund...

 

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Yamaha THR10 

Yamaha THR5A

 

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Presonus CS18ai

Presonus Studio One

 

Korg Kronos

Ibanez RG425

Fender TC JA-90 

Ibanez SR405 Bass

ESH Various Fretless

Gretsch Tim Amstrong Sign.

Line6 Variax 

 

 

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