My Evolution: Korg Kronos steht nun im Studio

Ein langer Entwicklungsweg für mich einfachen Bassisten... die ersten Schritte mit dem Korg AG-10 1993, einem der ersten eigenständigen Soundmodule von Korg, über Midi getriggert, zum Korg X50, dann ein Korg M50 und schließlich dem M3 (auch wieder nur als Modul und midisiert) nun ein letztes, das evolutionär ausgewachsenste Monster von Korg, dem Korg Kronos X als Klangquelle. Eigentlich habe ich handtechnisch nur die absoluten Basics zu bieten, bin aber von Keyboards und deren Sounds seit je her fasziniert. Ich habe den "Umweg" über Tastatur und VST-Plugin-Synths versucht, bin aber nicht glücklich dabei geworden. Wie schon hier erwähnt, so liebe ich die Unabhängigkeit der Geräte, um mal eben zu improvisieren. Und das geht mit dem Kronos bis zur (fast) amtlichen Produktion. Mit echten Knöppen.

Da ich kein Keyboarder bin und damit nicht auf die Bühne gehe, spare ich mir die typischen Reviewthemen: ob und wie die Tasten klappern oder wie der Anschlag ist... mir egal, wenn es sich richtig anfühlt und funktioniert. Natürlich erwarte ich bei dem Preis keine 50€-Miditastatur. Und das bietet Korg auch tatsächlich nicht. 

 

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Und Soundmöglichkeiten, deren Anpassungen und Auswahl dieser- und die Qualität - ist sowieso jenseits von Gut und Böse. Das Ding bietet allen Pipapo, mit Sequencer (Midi und Audio), Drumtracks, Karma, Wavesequencing, Audioaufnahme etc...

 

Black Beauty

 

Das Gerät kommt gediegen daher - wie gesagt, bei dem Preis kann man nichts anderes erwarten - mit schwarzem, gebürstetem Alu auf der Hauptfront und glänzendem Plastik an den Seitenteilen. Kann man drüber meckern, aber: Plastik ist mittlerweile sowieso allgegenwärtig, hier ist es klavierlackschwarz und dick und macht einen widerstandsfähigen Eindruck. Holz hätte das Gewicht deutlich in die Höhe getrieben, so bleibt der Korg wenigstens tragbar. Ok, Alu wäre auch echt schick gewesen...

 

Die Bedienelemente sind - mir fehlt in der Tat der Vergleich - schon ok, aber in Teilen fühlen sie sich billig an. Leider ist das aber auch Trend, egal wo. Sogar im Autobau bietet der dünne Kunststoff häufig ein eher schlaffe sensorische Anmutung, wenn es um Knöppe und Drehregler geht. Auf der einen Seite wollte Korg hier der "schicken" Linie folgen - was mit der weißen LED-Illuminierung durchaus gelingt - was einige Knöppe und die Regler angeht, naja. Bin ja durch die NI Maschine echt verwöhnt, die meiner Meinung nach wie vor Maßstäbe setzt in Richtund Sensorik.

Fallstricke

Also: Drehregler, insbesondere das Datenrad rechts vom Display: nope, macht nicht wirklich Spaß. Aber es funktioniert. Ach ja, das Display: cool, weil man alles von dort einsehen, editieren und auswählen kann. Es ist scharf (800x600 Pixel), farbig und reagiert recht gut auf Berührung. 

Aber in Zeiten von Smartphone und Tablet bleibt ein schaler Geschmack zurück. Zum einen bin ich immer versucht, auf dem Bildschirm Regler mal eben hoch- oder runterzuziehen oder auch mal eben zu zoomen... Da bei mir mittlerweile die Scharfsicht im Nahbereich leidet, ist die Schrift auf dem Display, auch wegen der Fülle der angebotenen Informationen und bearbeitbaren Parameter, häufig viel zu klein. Und im Winkel veränderbar ist es leider auch nicht.

 

Übrigens ist auch die Übersicht der Bezeichnungen an den anderen Knöppen und Reglern zweifelhaft klein und zu wenig deutlich (teilweise weiße oder hellgraue Schrift). Der Vorteil der Menge der gebotenen Sounderzeuger, Parameter etc. beim Kronos führt dazu, die Bedienoberfläche vollzupacken - es ist zwar nach wie vor korgtypisch, und geübte Korgler werden sich schnell zurechtfinden, aber meine Lesebrille brauche ich hier immer.

Dreh mich, schieb mich, klicker mich...

Ich hatte schon beim Korg M50 die Wahl, einen im Display aktivierten Parameter auf verschiedene Weise zu verändern: Drehrad, "Value"-Schieber oder zwei "Nach-Oben-Nach-Unten"-Tastern. Es ist manchmal etwas verwirrend, wenn es dann doch nur wieder mit nur einem dieser Regler geht, je nach gewähltem Parameter.

 

Grundsätzlich stolpere ich - auch sehtechnisch - immer wieder über die geringe Größe mancher Bezeichner, Dropdown-Felder oder Regler im Display und deren Zuordnung zu Knöppen und Reglern auf der Oberfläche: Ist zum Besipiel ein Track zu laut, und man möchte die Lautstärke einpegeln und greift "mal schnell" zum Reglerpanel links, dann ist die Übersicht schnell dahin... welcher Track und wo im Display ist denn nochmal der Bass? Track 3 oder 4...? Ach, doch 5? Dann Blick zurück und den entsprechenden Regler ausgesucht... 1, 2, 3, 4, 5... Die Dinger liegen nämlich auch eng beieinander und lassen sich nicht mal eben anwählen. Achja, in welchem Modus laufen denn die Schieber? Im Mixermodus oder sind sie doch den Karmakanälen zugeordnet? Da leuchtet dann immer irgendwo eine LED und lässt den Blick glasig werden. Das braucht schon viel Übung, um das mal eben zu erfassen.

 

Manche Parameter wiederum werden nur durch den "Valueregler" (der Schieber direkt links neben dem Display) bewegt, aber dafür muss dieser vorher erstmal im Display ausgewählt werden. Die Invertierung der Darstellung ist noch halbwegs sichtbar, aber das Treffen der teilweise kleinen Icons schon ab und zu fummelig. Mittlerweile habe ich meinem Sohn den Nintendostift geklaut und klicke damit auf dem Display rum... 

 

Ist ein Kanal als solcher ausgewählt, dann ist dies nur durch die Nuancierung des Blaus im oberen Teil des "Kanalzugs" erkennbar, eigentlich ein absolutes Grauen. Vielleicht sollte Korg hier der Idee der Inventierung jedesmal folgen.

Klangvollvoll

Über die angebotenen Klänge, Synthis, Programme, Combis, dem Sequencer und vor allem der Karmaimplementierung (Arpeggiator "deluxe") will ich gar nicht reden. Für mich absolut sagenhaft. Und kein Vergleich zu Software - hier habe ich alles in einem Gerät, kann schrauben und machen. Im Grunde läuft ja auch ein optimierter Rechner auf Linuxbasis da drinnen und trotzallem ist das alles immer noch viel besser als Laptop, Miditastatur, Software etc. 

Vergleicht man das dann, ist der Preis auch wieder im Rahmen.

 

Ich vermute mal, dass ich die nächsten 3 Jahre damit verbringen werde, jedes Geheimnis in dieser Kiste zu ergründen. Es lässt sich unheimlich viel machen - aber es muss nicht unbedingt sein, denn was "out-of-the-box" da rauskommt, ist schon unglaublich.

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Presonus CS18ai

Presonus Studio One

 

Korg Kronos

Ibanez RG425

Fender TC JA-90 

Ibanez SR405 Bass

ESH Various Fretless

Gretsch Tim Amstrong Sign.

Line6 Variax 

 

 

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